Akkutausch bei AEG Sauger AG 943

Boah, was für ein Gemurkse. Da hat sich AEG nicht gerade mit Ruhm bekleckert und diesen Staubsauger so designt, dass man eigentlich die Akkus nicht tauschen kann. Es ist reichlich Lötarbeit erforderlich, alles geht extrem eng zu und es ist erstaunlich, dass er jetzt doch wieder funktioniert. Und das kam so ….

Wir haben den Sauger schon ziemlich genau 4 Jahre als Zweitgerät, da mich die ständige Strippenhinterherzieherei genervt hat. OK, er kann nicht als einziger Sauger in unserem Haushalt dienen, aber immerhin. Die Saugleistung war erfreulich, bei voller Leistung hielt sie aber auch nur eine Viertelstunde. Bei reduzierter Last war es dann schon mal über eine halbe Stunde, was für eine Reinigung mit “runden Ecken” ausreichte.

In der letzten Zeit ist die Akkuleistung aber massiv eingebrochen. Ich muss dazu sagen, dass ich den Akku so weit als möglich “gut behandelt” habe, also immer komplett leersaugen bis er abschaltet, dann aufladen bis die Ladeleuchte ausgeht, und dann das Ladegerät ausschalten. Auch wenn das bei Li-Ion-Akkus nicht nötig sein soll … ich mache das einfach schon immer bei allen meinen Akkus. Also, Akkuleistung runter auf 5 Minuten, das konnte so nicht weitergehen. Eine Recherche im Internet brachte einen Reparaturservice zutage, der aber satte 70-110 Euro dafür verlangt. OK, mag eine Alternative sein. Die Akkus sind “Standard”, wenn man sich nach solchen mit hoher Kapazität umschaut, kosten die dann aber auch schon ca. 7 Euro das Stück. Ich habe die bei akkuteile.de bestellt, Marken-Akkus von Panasonic mit 3500 mAh Kapazität, Modell “Lötfahne”, hier der Link.

Bevor ich die Akkus bestellte, habe ich natürlich den Sauger aufgemacht, um die Reparierbarkeit zu checken und die richtigen Akkus zu ermitteln. Dabei wurde mir schon recht mulmig. Reparierbarkeit: 1 von 10. Als ich dann noch las, was beim Einlöten von Akkus so alles passieren kann, wurde mir noch mulmiger. Egal, ich war mutig, wollte den Sauger behalten, nicht wegwerfen und vor allem kein Geld für einen neuen ausgeben.

Ich habe ziemlich viele Fotos gemacht, viele davon beschriftet, vielleicht helfen euch diese Bilder bei der Reparatur oder der Entscheidung, es doch lieber zu lassen.

Ich muss noch deutlich warnen: Ich bin kein Fachmann, kann keine fachlichen Ratschläge geben, macht euch selbst mit den Gefahren vertraut und seid gewahr, dass so ein Akku auch mal hochgehen kann. Nach dem Zusammensetzen habe ich den gesamten ersten Ladevorgang beobachtet, um eine Überhitzung frühzeitig festzustellen. Bei mir ging alles gut, aber Respekt vor dem ganzen habe ich dennoch. Das sind doch ziemliche Energiemengen, die gespeichert werden und ggf. freiwerden.

Ich habe wo es ging mit Schrumpfschlauch gearbeitet, um die Kontakte wieder gut zu isolieren, zum Teil auch mit Gewebeband. Die vorher aufgeklebten runden “Pömpel” ließen sich auch meist wiederverwenden. Ihr solltet aber darauf achten, dass die Akkus beim Laden (?) Gase abgeben und deren Freisetzung möglich sein sein muss. So ist jedenfalls mein laienhaftes Verständnis.

 

Nach dem Zusammenbau schien gleich alles OK, der Sauger lief los, denn die Akkus hatten wohl eine Vorladung, hehe. Der erste Ladevorgang lief OK, der Sauger wurde etwas warm, ich weiß aber nicht, wie warm er vorher geworden war, also erstmal kein Grund zur Sorge. Die Ladezeit war deutlich länger, und dann war auf einmal die Ladeleuchte rot! Hmm, Defekt? Keine Ahnung, ich vermute, die erhöhte Kapazität war der Elektronik nicht geheuer, warm wurde es jedenfalls nicht über Gebühr und mittlerweile ist auch eine zweite Vollladung problemlos erfolgt, aber wieder mit roter Ladeleuchte.

Ein Nachteil: der Staubbehälter ist jetzt meist voll, bevor der Akku leer ist, damit kann ich leben 😉

Typenschild

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